Gemeinsam mit der Bundesregierung haben 21 Unternehmen, darunter die Berliner Condat AG, das „Digital Urban Center für Aging & Health“, kurz DUCAH, gegründet. Die Bandbreite reicht von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen über die Bundesärztekammer, Universitäten und Telekommunikationskonzerne bis hin zu Banken und Versicherungen. DUCAH soll Gesundheits-, Sozial-, Immobilien- sowie Finanz- und Digitalwirtschaft mit der Politik vernetzen.

Transfer von Innovation in die Praxis

Mit dem DUCAH werde an Lösungen gearbeitet, „die das Pflegepersonal entlasten, den Alltag der Patienten erleichtern, den Fachkräftemangel mindern, Diagnosen schneller und präziser machen, selbstbestimmtes Wohnen im gewohnten Umfeld auch im Alter erlauben und die vor allem zusammen mit den Menschen entwickelt werden“, erklärt DUCAH-Initiator Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Direktor des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG). Das große Ziel sei der Transfer von Innovation in die Praxis.

„Reallabor für die Beteiligten“

Erklärtes Ziel sei es Pflegekräfte, zu Pflegende, Angehörige sowie Ärztinnen und Ärzte mit digitalen Technologien zu unterstützen. „Der große Mehrwert des neuen Zentrums liegt in der Vernetzung von Anwendung und Forschung – also praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen“, erklärt Mitinitiator Prof. Dr. Dr. Felix Balzer, Professor für „E-Health and Shared Decision Allocation“ von ECDF und Charité: „So entstehen Prototypen mit vergleichender Begleitforschung, eine Art Reallabor für die Beteiligten.“ So beeinflussten Anwendungserfahrungen die Forschung, während Innovationen aus der Forschung im Gegenzug in die Praxis übertragen würden. Das DUCAH verfolge einen konkreten quartiersbezogenen Ansatz in Stadt und Land – „und keine Wissenschaft im Elfenbeinturm“.

Weitere Informationen zu DUCAH unter
https://www.stiftung-internet-und-gesellschaft.de/ducah/